Der Kneippsche Guss

Gerade bei heißen Temperaturen wird der Kneippsche Guss von den Pferden gut angenommen. Besonders wenn die Pferde angelaufene Beine haben oder Kreislaufprobleme.

 

Es kann eine tonisierende (aufbauende) und trainierende Wirkung erzielt werden auf:

* das Herz- und Kreislaufsystem
* den Wärmehaushalt
* die Atmung
* der Muskelstoffwechsel wird gesteigert
* das ZNS wird in Form einer psychischen Leistungssteigerung beeinflusst, allgemein erfrischende und anregende Wirkung
* das vegetative Nervensystem wird angeregt
* bestehende Schmerzen (entzündliche Prozesse etc.) werden gedämpft

 

----Was brauche ich für einen Kneippschen Guss?----

* Einen langen Wasserschlauch mit drucklosem Wasserstrahl und ca. 20 mm Durchmesser und einer Temperatur von über 10 Grad

* Ein Pferd, das Wasser mag ;)

 

----Wie mache ich den Kneipp Guss richtig?-----

* Um das Pferd kreislaufschonend auf den Ganzkörperguss vorzubereiten, beginnt man immer so herzfern wie möglich. Den Schlauch halte ich ca. 10 cm vom Pferd weg. Den Guss führe ich zügig durch und wiederhole ihn 2-3 Mal. In Schreibhaltung (Schlauchöffnung nach unten) wird am Rumpf gearbeitet, in Kletterhaltung (Schlauchöffnung nach oben) wird an den Beinen gearbeitet.

 

* Also beginnen wir hinten rechts außen am Huf und arbeiten uns außen hoch bis zum Sprunggelenk übers Knie und weiter bis zur Kruppe. Um die Gelenke macht man mit dem Wasserstrahl Kreise. Dann gehe ich an der Innenseite des Beines runter. Das gleiche folgt dann am linken Hinterbein, wieder außen beginnend.

 

* Dann erst kommen die Vorderbeine dran. Auch hier beginnt man wieder rechts außen. Erst bis Karpalgelenkshöhe (Kreise ziehen), dann bis zum Ellbogen. Danach wandere ich über Brust und langsam Richtung Rücken.

 

* Am Ende des Gusses streift man das Wasser mit der Hand vom Pferd ab und regt durch zügiges Schrittgehen weiter die Durchblutung an.

 

 

-----Generell ist es für die Muskulatur besser, nur kurz abzuspritzen. Das fördert die Durchblutung und damit die Entspannung. Längeres Abspritzen mit kaltem Wasser lässt dagegen die Muskulatur verspannen und die Mikrozirkulation verringert sich, wodurch auch Stoffwechselendprodukte nicht mehr ausreichend abtransportiert werden können und das Pferd kann sich auch schneller erkälten. Besonders an heißen Tagen, solltet ihr im Bereich der Nieren- und Kruppenpartie vorsichtig sein und hier nur kurz abspritzen. -----

 

 

-----Wann darf ich KEINEN Guss anwenden-----

!Nie kalte Güsse auf kaltes Gewebe!
!Nicht direkt nach dem Fressen und nicht auf nüchternen Magen!
!Zugluft!
!Direkt nach der Arbeit auf das noch erhitzte Pferd (Puls muss Normalwert haben)!